AM15: Justinians schweres Erbe – Grenzen in Gefahr

In der Ära Justinians expandierte das Oströmische Reich in Richtung Westen, doch schon bald zeigte sich, wie wenig nachhaltig diese Eroberungen waren. In dieser Folge betrachten wir die Regierungszeit von Justin II. (565–578) und Tiberios II. Konstantin (574/578–582) und erfahren dabei, wie die Langobarden nach Italien kamen und was das mit den Awaren und Gepiden zu tun hatte, wie die Slawen den Balkanraum für sich entdeckten und wie der alte Konflikt gegen das persische Sasanidenreich neu aufflammte.

Literatur:

A. Louth, The Eastern Empire in the Sixth Century, in: P. Fouracre (Hrsg.), The New Cambridge Medieval History. Volume I c. 500–c. 700. Cambridge 2005, 93–117.

J. Moorhead, Ostrogothic Italy and the Lombard Invasions, in: P. Fouracre (Hrsg.), The New Cambridge Medieval History. Volume I c. 500–c. 700. Cambridge 2005, 140–161.

J. Moorhead, The Byzantines in the West in the Sixth Century, in: P. Fouracre (Hrsg.), The New Cambridge Medieval History. Volume I c. 500–c. 700. Cambridge 2005, 118–139.

M. Whitby, The Balkans and Greece 420–602, in: A. Cameron – B. Ward-Perkins – M. Whitby (Hrsg.), Late Antiquity: Empire and Successors, A.D. 425–600 (= The Cambridge Ancient History 14).  2000, 701–730.

M. Whitby, The Successors of Justinian, in: A. Cameron – B. Ward-Perkins – M. Whitby (Hrsg.), Late Antiquity: Empire and Successors, A.D. 425–600 (= The Cambridge Ancient History 14).  2000, 86–111.

Podcast-Empfehlung: Geschichten aus der Geschichte (Twitter)
GAG01: Vier Langobarden-Könige und ein Trinkbecher

Episodenbild: Das Byzantinische Reich im Jahr 565

Special1: Das Kaiserreich Trapezunt und die Aq Qoyunlu (feat. Historia Universalis)

Gemeinsam mit den Kollegen von Historia Universalis begeben wir uns auf die Spuren des Kaiserreichs von Trapezunt (1204–1461), eines byzantinischen Separatreichs an den Ufern des Schwarzen Meeres, das sich trotz ständiger Bedrängung von außen über 250 Jahre lang behaupten und zu einem wirtschaftlichen Handelszentrum aufsteigen konnte. Einen maßgeblichen Beitrag daran hatte die geschickte Bündnispolitik Trapezunts in Bezug auf seine Nachbarn, wie z.B. den Aq Qoyunlu. Elias nimmt uns mit auf eine Reise zu den Aq Qoyunlu sowie den Qara Qoyunlu und ordnet sie in die Geschichte des Nahen Ostens ein.

Literatur:

A. Bryer, Trebizond: The Last Byzantine Empire. History Today 10/2 (1960) 125–134.
S. P. Karpov, История Трапезундской империи. St. Petersburg 22017.
S. P. Karpov, Trapezunt. Lexikon des Mittelalters 8 (1997) 957–959.
A. G. K. Savvidis, Ιστορία της Αυτοκρατορίας των Μεγάλων Κομνηνών της Τραπεζούντας (1204–1461). Thessaloniki 32016.

Episodenbild: Kaiser Alexios III. Megas Komnenos und Theodora Kantakouzene

Podcast-Empfehlung: Historia Universalis (Twitter)

AM12: Wirtschaft in frühbyzantinischer Zeit

Diese Folge behandelt die Wirtschaft des Oströmischen Reiches in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Es wird u.a. darauf eingegangen, welche naturräumlichen Voraussetzungen die verschiedenen Regionen mit sich brachten, wie die Ressourcen verteilt waren, in welchem Zustand die Städte sich befanden, welche Rolle Landwirtschaft und Handwerk spielten und welche See- und Landrouten es gab.

Literatur:

A. E. Laiou – C. Morrisson, The Byzantine Economy. Cambridge 2007.

Karte: Das Oströmische Reich ca. 550

Episodenbild: Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Byz. Evangeliar, 11. Jahrhundert)

AM8: Kaiserliche Frauen der theodosianischen Dynastie

Im 5. Jahrhundert traten einige weibliche Mitglieder der theodosianischen Kaiserdynastie politisch in Erscheinung. Dreien von ihnen ist diese Folge gewidmet: Galla Placidia (ca. 390–450), Aelia Pulcheria (399–453) und Athenaïs alias Aelia Eudocia (ca. 400–460).

Literatur:

A. Busch, Die Frauen der theodosianischen Dynastie. Macht und Repräsentation kaiserlicher Frauen im 5. Jahrhundert (= Historia. Einzelschriften 237). Stuttgart 2015.

Theodosian Dynasty

Podcast-Empfehlung: Déjà-vu Geschichte Podcast
von Ralf Grabuschnig

Das Episodenbild: Galla Placidia, Aelia Pulcheria und Aelia Eudocia.

AM6: Die Drei Hierarchen

Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem Leben und Wirken dreier Kirchenmänner des 4. Jahrhunderts, die bei der Ausformung der christlichen und im Speziellen der orthodoxen Theologie eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Es geht um die drei Bischöfe: Basileios den Großen, Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos.

Literatur:

The Oxford Dictionary of Byzantium
Lemmata: Basil the Great; Cappadocian Fathers; Gregory of Nazianzos; John Chrysostom

The Oxford Dictionary of Saints
Lemmata: Basil the Great; Gregory of Nazianzus; John Chrysostom

Wikipedia:
Basil of Caesarea; Gregory of Nazianzus; John Chrysostom

Zitat von Gregor von Nazianz:
H.-G. Beck (Hrsg.), Byzantinisches Lesebuch. München 1982, 220–221.

Das Titelbild zeigt eine Ikone der Drei Hierarchen (Byzantinisches und Christliches Museum, Athen).

AM2: Mönche, Säulenheilige und Narren in Christo

Im Byzantinischen Reich war das Mönchtum ein wichtiger Bestandteil des sozialen und religiösen Gefüges. Deshalb ist es lohnenswert, sich schon in einer frühen Folge die Entstehung der mönchischen Lebensweise im Ägypten des frühen 4. Jahrhunderts anzusehen. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen monastischen Konzepten (Eremitentum und Klostergemeinschaften) sowie mit dem Phänomen der Heiligenverehrung. Darüber hinaus wird mit Symeon Stylites dem Älteren der erste (buchstäbliche!) Säulenheilige vorgestellt und mit Symeon Salos ein Vertreter der sogenannten Narren in Christo.

Zitate aus der Vita des Symeon Salos:
H.-G. Beck (Hrsg.), Byzantinisches Lesebuch. München 1982, 206–210.

Literatur:

The Oxford Dictionary of Byzantium
Lemmata: Fools, Holy; Hermit; Monasticism; Monk; Saint; Stylite; Symeon of Emesa; Symeon the Stylite the Elder

A.-B. Renger – A. Stellmacher, Der Asketen- als Wissenskörper. Zum verkörperlichten Wissen des Simeon Stylites in ausgewählten Texten der Spätantike. Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 62/4 (2010) 313–338.
E. Mitsiou, Heilige und Mönche in Byzanz: Außenseiter oder Leitfiguren? Ostkirchliche Studien 59/2 (2009) 215–238.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014, hier 75–83.
L. Rydén, Bemerkungen zum Leben des heiligen Narren Symeon von Leontios von Neapolis (= Studia Graeca Upsaliensis 6). Uppsala 1970.
L. Rydén (Hrsg.), Das Leben des heiligen Narren Symeon von Leontios von Neapolis (= Studia Graeca Upsaliensis 4). Uppsala 1963.
L. Rydén, Byzantine Saints’ Lives as a Literary Genre, in: G. Lindberg-Wada (Hrsg.), Literary History: Towards a Global Perspective. Band 2: Literary Genres. An Intercultural Approach. Berlin–New York 2006, 242–278, hier 251–254.
A. Y. Syrkin, On the Behavior of the „Fool for Christ’s Sake”. History of Religions 22 (1982) 150–171.

Das Episodenbild zeigt Symeon Stylites.