AM13: Justinian I. – Gesetzgeber, Eroberer und Bauherr

In dieser Folge betrachten wir die lange Regierungszeit von Justinian I. (527–565), einem der bekanntesten und prägendsten byzantinischen Kaiser. Wir sprechen über die Kodifikation des römischen Rechts, einen großen Aufstand in Konstantinopel, den Neubau der Hagia Sophia, einen Pestausbruch und natürlich über Justinians Kriege gegen die Perser, Vandalen und Ostgoten.

Literatur:

P. Heather, Rome Resurgent. War and Empire in the Age of Justinian. New York 2018.
H. Leppin, Justinian. Das christliche Experiment. Stuttgart 2011.

Karten: 527/565 und 565

Zitate:
Johannes Lydos, De magistratibus populi Romani 3,70; zitiert nach: H. Leppin, Justinian. Das christliche Experiment. Stuttgart 2011, 148.
Prokop, BV 2,14,5f.; zitiert nach.: O. Veh (Hrsg.), Prokop. Vandalenkriege. München 1971, 263

Podcast-Empfehlung: Geschichte Europas (Twitter)
Folgen zur Pest: B-003, B-004 und B-005

Episodenbild: Mosaik von Justinian I. in der Kirche San Vitale in Ravenna

AM12: Wirtschaft in frühbyzantinischer Zeit

Diese Folge behandelt die Wirtschaft des Oströmischen Reiches in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Es wird u.a. darauf eingegangen, welche naturräumlichen Voraussetzungen die verschiedenen Regionen mit sich brachten, wie die Ressourcen verteilt waren, in welchem Zustand die Städte sich befanden, welche Rolle Landwirtschaft und Handwerk spielten und welche See- und Landrouten es gab.

Literatur:

A. E. Laiou – C. Morrisson, The Byzantine Economy. Cambridge 2007.

Karte: Das Oströmische Reich ca. 550

Episodenbild: Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Byz. Evangeliar, 11. Jahrhundert)

AM10: Germanen in Africa – Das vandalische Jahrhundert

Die sprichwörtlichen Vandalen als zerstörungswütige Personen sind auf den Chronik-Seiten der heutigen Medien allgegenwärtig. Doch wer waren die namensgebenden spätantiken Vandalen? Diesen war es immerhin gelungen, im heutigen Tunesien ein eigenes Königreich (435–534) zu errichten und ein ernstzunehmender politischer und militärischer Player im Mittelmeerraum zu werden, mit dem sich die Kaiserhöfe in Ravenna und Konstantinopel auseinanderzusetzen hatten.

Literatur:

R. Steinacher, Die Vandalen. Aufstieg und Fall eines Barbarenreichs. Stuttgart 2016.

Episodenbild: Karl Bryullov: Sacking of Rome (455)

AM9: Vom geteilten Reich zum halben Reich (II)

Diese Folge behandelt die letzten Jahrzehnte des Weströmischen Reiches (425–476/80). Uns begegnen dabei Hunnen und Vandalen sowie mächtige Heermeister wie Aëtius und Ricimer. Im Anschluss widmen wir uns den Entwicklungen im Oströmischen Reich und beschäftigen uns mit der Regierungszeit von Kaiser Leon I. (457–474). Wir lernen dabei den Heermeister Aspar kennen und erfahren, was es mit den Isauriern auf sich hat.

Literatur:

H. Brandt, Das Ende der Antike: Geschichte des spätrömischen Reiches (= Beck’sche Reihe 2151). München 2017.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014.

Episodenbild

AM7: Vom geteilten Reich zum halben Reich (I)

Nach dem Tod von Kaiser Theodosius dem Großen (395) wurde das Römische Reich unter seinen Söhnen, Arcadius und Honorius, aufgeteilt und – wie sich später herausstellen sollte – war diese Teilung endgültig. Ihr erfahrt in dieser Episode etwas über die unterschiedliche Entwicklung der beiden Reichsteile, über Alarich und seine Westgoten, über den Rheinübergang von 406/407 und auch etwas über den am längsten dienenden Kaiser der römischen Geschichte: Theodosius II.

Literatur:

H. Brandt, Das Ende der Antike: Geschichte des spätrömischen Reiches (= Beck’sche Reihe 2151). München 2017.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014.

Das Episodenbild

AM5: Theodosius der Große – zwischen Gotengefahr, öffentlicher Buße und christlicher Staatsreligion

Im Fokus dieser Folge steht die Regierungszeit von Kaiser Theodosius I. (379–395), der als letzter römischer Alleinherrscher in die Geschichte einging. Wir erfahren etwas über sein Krisenmanagement gegenüber den gefährlichen Westgoten am Balkan, über seinen – von einem einflussreichen Bischof erzwungenen – öffentlichen Bußakt und über seine weitreichenden Maßnahmen im Bereich der Religionspolitik.

Literatur:

H. Brandt, Das Ende der Antike: Geschichte des spätrömischen Reiches (= Beck’sche Reihe 2151). München 2017.
H. Leppin, Theodosius der Große. Auf dem Weg zum christlichen Imperium. Darmstadt 2003.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014.

Episodenbild:
Anthonis van Dyck: St Ambrose barring Theodosius from Milan Cathedral

AM3: Konstantins Nachfolger – 3 Söhne und ein paganer Neffe

Wir springen wieder in das 4. Jahrhundert und setzen die Reise durch die oströmische/byzantinische Geschichte fort. Dabei schauen wir uns an, wer Konstantin dem Großen (†337) als römischer Kaiser nachgefolgt ist und wie sich das Reich unter seinen Nachfolgern weiterentwickelt hat. Im Zuge dessen treffen wir auf Verwandtenmord, Bruderzwist, innerkirchlichen Streit und einen heidnischen Backlash.

Literatur:

H. Brandt, Das Ende der Antike: Geschichte des spätrömischen Reiches (= Beck’sche Reihe 2151). München 2017.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014.
K. Rosen, Konstantin der Große. Kaiser zwischen Machtpolitik und Religion. Stuttgart 2013.

AM2: Mönche, Säulenheilige und Narren in Christo

Im Byzantinischen Reich war das Mönchtum ein wichtiger Bestandteil des sozialen und religiösen Gefüges. Deshalb ist es lohnenswert, sich schon in einer frühen Folge die Entstehung der mönchischen Lebensweise im Ägypten des frühen 4. Jahrhunderts anzusehen. Wir beschäftigen uns mit unterschiedlichen monastischen Konzepten (Eremitentum und Klostergemeinschaften) sowie mit dem Phänomen der Heiligenverehrung. Darüber hinaus wird mit Symeon Stylites dem Älteren der erste (buchstäbliche!) Säulenheilige vorgestellt und mit Symeon Salos ein Vertreter der sogenannten Narren in Christo.

Zitate aus der Vita des Symeon Salos:
H.-G. Beck (Hrsg.), Byzantinisches Lesebuch. München 1982, 206–210.

Literatur:

The Oxford Dictionary of Byzantium
Lemmata: Fools, Holy; Hermit; Monasticism; Monk; Saint; Stylite; Symeon of Emesa; Symeon the Stylite the Elder

A.-B. Renger – A. Stellmacher, Der Asketen- als Wissenskörper. Zum verkörperlichten Wissen des Simeon Stylites in ausgewählten Texten der Spätantike. Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 62/4 (2010) 313–338.
E. Mitsiou, Heilige und Mönche in Byzanz: Außenseiter oder Leitfiguren? Ostkirchliche Studien 59/2 (2009) 215–238.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014, hier 75–83.
L. Rydén, Bemerkungen zum Leben des heiligen Narren Symeon von Leontios von Neapolis (= Studia Graeca Upsaliensis 6). Uppsala 1970.
L. Rydén (Hrsg.), Das Leben des heiligen Narren Symeon von Leontios von Neapolis (= Studia Graeca Upsaliensis 4). Uppsala 1963.
L. Rydén, Byzantine Saints’ Lives as a Literary Genre, in: G. Lindberg-Wada (Hrsg.), Literary History: Towards a Global Perspective. Band 2: Literary Genres. An Intercultural Approach. Berlin–New York 2006, 242–278, hier 251–254.
A. Y. Syrkin, On the Behavior of the „Fool for Christ’s Sake”. History of Religions 22 (1982) 150–171.

Das Episodenbild zeigt Symeon Stylites.

AM1: Konstantin der Große – zwischen Tetrarchie und Christentum

Wir beginnen in dieser Folge mit unserer chronologischen Reise durch die Geschichte des Byzantinischen Reiches. Dabei starten wir mit den Reformen Diokletians (reg. 284–305) und der Einführung der Tetrarchie und widmen uns dann der schrittweisen Machtübernahme Kaiser Konstantins (reg. 306–337) im Römischen Reich. In der zweiten Hälfte dieser Episode sehen wir uns Konstantins Politik an und was davon prägend war für die weitere Entwicklung des Byzantinischen Reiches: Dazu zählen administrative Reformen, die Förderung des Christentums sowie die Gründung einer neuen Kaiserresidenz am Bosporus.

Literatur:

H. Brandt, Konstantin der Große. Der erste christliche Kaiser. München 2011.
A. Demandt – J. Engemann (Hrsg.), Konstantin der Große. Imperator Caesar Flavius Constantinus. Mainz 2007.
K. Ehling – G. Weber (Hrsg.), Konstantin der Große. Zwischen Sol und Christus. Darmstadt 2011.
K. M. Girardet, Der Kaiser und sein Gott. Das Christentum im Denken und in der Religionspolitik Konstantins des Großen. Berlin–New York 2010.
E. Herrmann-Otto, Konstantin der Große. Darmstadt 2007.
K. Rosen, Konstantin der Große. Kaiser zwischen Machtpolitik und Religion. Stuttgart 2013.
M. Wallraff, Sonnenkönig der Spätantike. Die Religionspolitik Konstantins des Großen. Freiburg i. Br. 2013.

AM0: Nullnummer

Was bedeutet der Podcast-Titel Anno Mundi und was hat es mit dem Byzantinischen Reich auf sich? Das erfahrt ihr hier!

Annus Mundi

Einführungsliteratur:

H.-G. Beck, Das byzantinische Jahrtausend. München 1994.
A. Külzer, Byzanz. Stuttgart 2012.
R.-J. Lilie, Byzanz. Geschichte des oströmischen Reiches 326–1453. München 2014.
R.-J. Lilie, Einführung in die byzantinische Geschichte. Stuttgart 2007.
P. Schreiner, Byzanz 565–1453 (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte 22). München 2011.
C. Sode – M. Angar, Byzanz. Ein Schnellkurs. Köln 2010.