Special1: Das Kaiserreich Trapezunt und die Aq Qoyunlu (feat. Historia Universalis)

Gemeinsam mit den Kollegen von Historia Universalis begeben wir uns auf die Spuren des Kaiserreichs von Trapezunt (1204–1461), eines byzantinischen Separatreichs an den Ufern des Schwarzen Meeres, das sich trotz ständiger Bedrängung von außen über 250 Jahre lang behaupten und zu einem wirtschaftlichen Handelszentrum aufsteigen konnte. Einen maßgeblichen Beitrag daran hatte die geschickte Bündnispolitik Trapezunts in Bezug auf seine Nachbarn, wie z.B. den Aq Qoyunlu. Elias nimmt uns mit auf eine Reise zu den Aq Qoyunlu sowie den Qara Qoyunlu und ordnet sie in die Geschichte des Nahen Ostens ein.

Literatur:

A. Bryer, Trebizond: The Last Byzantine Empire. History Today 10/2 (1960) 125–134.
S. P. Karpov, История Трапезундской империи. St. Petersburg 22017.
S. P. Karpov, Trapezunt. Lexikon des Mittelalters 8 (1997) 957–959.
A. G. K. Savvidis, Ιστορία της Αυτοκρατορίας των Μεγάλων Κομνηνών της Τραπεζούντας (1204–1461). Thessaloniki 32016.

Episodenbild: Kaiser Alexios III. Megas Komnenos und Theodora Kantakouzene

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AM12: Wirtschaft in frühbyzantinischer Zeit

Diese Folge behandelt die Wirtschaft des Oströmischen Reiches in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Es wird u.a. darauf eingegangen, welche naturräumlichen Voraussetzungen die verschiedenen Regionen mit sich brachten, wie die Ressourcen verteilt waren, in welchem Zustand die Städte sich befanden, welche Rolle Landwirtschaft und Handwerk spielten und welche See- und Landrouten es gab.

Literatur:

A. E. Laiou – C. Morrisson, The Byzantine Economy. Cambridge 2007.

Karte: Das Oströmische Reich ca. 550

Episodenbild: Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Byz. Evangeliar, 11. Jahrhundert)

AM11: Ostrom um 500 – Zenon, Anastasios I. und Justin I.

Wir begeben uns in die Zeit nach dem Ende des Weströmischen Reiches und überblicken ungefähr ein halbes Jahrhundert oströmische Geschichte, in der drei Kaiser die Geschicke des Reiches lenkten:
Kaiser Zenon (474/476–491), der eine Lösung des Ostgoten-Problems am Balkan herbeiführte, aber eine kirchliche Spaltung mit Rom in Kauf nahm.
Kaiser Anastasios I. (491–518), der die Verwaltung reformierte und den Staatsschatz füllte.
Kaiser Justin I. (518–527), der sich mit dem Bischof von Rom versöhnte, aber gleichzeitig gegenüber den Ostgoten und den Persern auf Konfrontation setzte.

Literatur:

P. Heather, Rome Resurgent. War and Empire in the Age of Justinian. New York 2018.
H. Leppin, Justinian. Das christliche Experiment. Stuttgart 2011.
R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. München 2014.

Zitat aus De ceremoniis:
Griechisch: J. J. Reiske (Hrsg.), Constantini Porphyrogeniti imperatoris de ceremoniis aulae Byzantinae libri duo (= CSHB). Band 1. Bonn 1829, 417–419.
Deutsch: H.-G. Beck (Hrsg.), Byzantinisches Lesebuch. München 1982, 70.

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von Tobias Jakobi (Podcast-Netzwerk schwarze0fm)
Byzanz: Ein erster Überblick Teil 1 und Teil 2.